INTONAT 2009: recensioni

8 novembre 2009 di D.

Recensione del seminario INTONAT tenuto a Sinsheim (Germania) il 30 marzo 2009 tratto dal sito del  Sängerkreis Elsenzgau


(L’articolo è disponibile solo in tedesco)
Der Sängerkreis Elsenzgau veranstaltete die Fortbildung „Intonation im Chor“ am 27. und 28. März 2009 im Wilhelmi-Gymnasium Sinsheim. Referent war Davide Lorenzato.

Die Veranstaltung erreichte Interessierte weit über die Region hinaus, aber von den 28 Teilnehmern und Teilnehmerinnen waren nur 12 Kolleginnen und Kollegen aus unserem Sängerkreis anwesend, und das trotz eines nicht unerheblichen Zuschusses am finanziellen Beitrag durch den Kreis. Und das ist doch sehr schade.

Und, liebe Chorleiterinnen und Chorleiter, die ihr nicht da wart, ihr habt was verpasst!

In vergangenen Jahren haben wir in Fortbildungen Stimmbildung trainiert, unser Rhythmusgefühl verbessert und den Chorklang unter die Lupe genommen.

Aber diesmal ging es um die Obertöne, genauer, wie man sie zum Klingen bringt und dadurch die Intonation kontrolliert und verbessert, oder wie man als Pendant zu den Obertönen -die Interferenztöne- benutzt.

Dabei feilschten wir um Cent…nicht in Bezug auf Euro, sondern in Bezug auf Hertz.

Dass 6 minus 4 2 ergibt (als Beispiel), ist rechnerisch einfach, aber dass das kleine c zu hören ist, wenn ich die Töne e 2 und g 1 sauber singe, ist nicht ganz so leicht. Alles klar?

Einfache Dur- und Mollskalen sind für unsere Chöre durchaus gut zu bewältigen. Bei Chromatik wird’s schon schwieriger, ebenso bei ungewöhnlichen Intervallschritten.

Hier können uns die Refernztöne helfen, die sozusagen als Vergleichsebenen dienen, um die Intervallbeziehung aufzuzeigen. Meist sind dazu Quinten geeignet, nicht die Grundtöne.

Um schwierige Harmoniefolgen aufzulösen, ist auch eine Annäherung über den jeweiligen Leitton möglich, oder ein akkordisch vereinfachtes Verständnisgerüst.

Davide Lorenzato demonstrierte die angesprochenen Beispiele am Klavier und in erster Linie mit seiner Stimme. Und das Auditorium wurde immer wieder miteinbezogen, um gleich selbst singenderweise auszuprobieren, was theoretisch besprochen war.

Und wenn es schwieriger wurde, war da ja noch der Junge Kammerchor Rhein Neckar, der mit Literatur z. B. von Rheinberger oder Dvorak sein Können zeigte oder aufnahmefähig war, wenn der Referent intonationstechnisch eingriff.

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen waren sich einig, eine wichtige Fortbildung genossen zu haben. Sie hat einmal die Arbeit bestätigt, die viele von uns machen und zum anderen darüber hinaus fachlich viel Neues gebracht, das unserer Chorarbeit sehr nützlich und förderlich ist.

Lorenzatos Intonationsskript liegt bis jetzt lediglich auf italienisch vor. Für eine Beschäftigung mit dem Thema der Fortbildung in deutscher Sprache empfielht er das Buch von Doris Geller „Intonationslehre“, erschienen im Bärenreiter Verlag.

Zum Schluss ein Dank an den Initiator Mathias Rickert, an den Referenten Davide Lorenzato (Bildmitte) und an den Träger und Veranstalter, den Sängerkreis Elsenzgau.

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